Radnabenmotor

Radnabenmotor

Beitragvon homatec » Fr 6. Mär 2009, 19:26

Hallo Freunde,

hier noch was gefunden.


http://www.goldenmotor.com

Dort under dem Menüpunkt HUB MOTOR gibt es jede Menge Radnabenmotoren.

Alles so in der 100 USD Klasse. Wenn ihr dei Datenblätter anschaut kommen die alle aus Asien.

Grüße
homatec
 
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Re: Radnabenmotor

Beitragvon Andre » Fr 6. Mär 2009, 20:10

Hallo homatec,

ich bin auch schon über diese Seite gestolpert, nur leider haben die Versandkosten von 60 $ :( ... sehr happig.
Das die Elektromotoren (fast) alle von "Bafang" hergestellt und dann nur umgelabelt werden wurde auch schon in
anderen Foren (glaube Pedeltecforum) vermutet. Trotzdem ist die Goldenmotor Seite eine interessante Page
mit vielen Informationen.

Gruss
Andre
Andre
 

Re: Radnabenmotor

Beitragvon Bernd » Fr 6. Mär 2009, 20:20

Wenn nicht immer diese blöden Halte- und Leerlaufmomente wären, dann wären diese Motoren
der Hammer, gerade das Modell mit bis zu 1000W welches bei 400 U/min schon 800W liefert.
Allerdings sollen Motoren als Generator betrieben weniger Leistung erbringen als sie im Motorbetrieb
liefern würden. Trotzdem, ich hätte gern mal so einen. :)

Grüsse

Bernd
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Re: Radnabenmotor

Beitragvon Carl von Canstein » Sa 7. Mär 2009, 09:50

Hallo Bernd!
Das Rastmoment schafft unser Rotor bei einem Durchmesser von ueber 1m schon, nur weisst Du ja selber, dass die Umdrehungsgeschwindigkeit mit dem Rotordurchmesser geringer wird. Die 400 Umdrehungen zu schaffen ist wohl nur bei Extremwind moeglich.
Ich habe hier einen Nabenmotor (Chinese), den ich wohl nicht mehr in mein Fahrrad einbauen werde, weil ich vor kurzem einen echten hochwertigen Heinzmann Nabenmotor fuer dieses bei e-Bay ergattern konnte. Der Chinese hat eine super dicke Hohlachse - schoen stabil und lang genug fuer jede Montage - die Kabel werden aus dieser am Achskopf herausgefuehrt, was bei einem vertikalen Rotor vorteilhafter sein kann als bei einem Fahrrad! Dort kann das ja leicht abgequetscht werden!
Soviel ich weiss, kann man diese Motoren mit verschiedenen Spannungen a 24V, 36V, und 48V laufen lassen. Aus der hohlen Achse kommen ein Buendel duenne Kabellitzen heraus. Da muesste man wahrscheinlich den Motor aufmachen und dann nur zwei besserwertige Kabel (plus und minus) herausfuehren.
Der Nabenmotor ist in eine 28" Felge eingespeicht, er ist so schwergaengig, dass ich davon ausgehe, dass Du mindestens 1,5m Rotordurchmesser brauchst, vielleicht sogar ein paar zehn Zentimeter mehr.
Wenn Du fuer den Versuch ein Dreieck aus stabilen Holzleisten auf der Felge festmachst, brauchst Du fuer den Versuch auch keine komplizierte Tragarmanbringung zu entwickeln! Das Dreieck wuerde vielleicht gerade ausreichend den Rotorradius vergroessern. Notfalls nimmst Du noch drei sternfoermig angeordnete Holzleisten dazu und verlaengerst damit die Konstruktion! Dann muesste allerdings (in beiden Faellen) ein stabiler Mittelspant aus Holz am Fluegel her, zum Anschrauben auf dem Dreieck oder der Traglatte!
Der Spant muesste einen Sclitz haben, in den dieLeitflaeche eingeklebt werden kann!
Das Ganze koenntest Du mit provisorischen Fluegeln aus stabiler dicker Wellpappe (mit oder ohne Leitflaechenkruemmung) mit geschlitzten ;) ! Spanten zusammengesteckt und verklebt ausprobieren, bis Du den idealen Rotordurchmesser ermittelt hast. Ich habe so Fluegel schon superstabil gebaut. Geht prima und kostet nichts! :)
Der Nabenmotor hat 250 Watt.
Sag ein Wort und der Motor geht mit der Post zu Dir, als Schuetzenhilfe beim Messen und Entwickeln!
Du brauchst ihn nicht zurueckschicken, ich bin nur scharf auf die Ergebnisse!
Gruss, Carl
Carl von Canstein
 

Re: Radnabenmotor

Beitragvon Bernd » Sa 7. Mär 2009, 19:13

Hallo Carl. Das ist ein sehr nettes Angebot von Dir. Um ehrlich zu sein könnte es aber
eine Weile dauern bis ich daraus was bauen könnte, denn derzeit habe ich ziemlich viel zu tun.
Es liegen derzeit viele Dinge an die ich zunächst in Angriff nehmen muss. Im Grunde bin ich schon
auf etliche Wochen hinaus ausgebucht. Später würde ich aber gerne mal deinen Motor testen und
darüber hier berichten. Testen ginge auch schon eher, also Rastmoment etc. aber daraus ein
Windrad bauen dürfte noch Wochen oder Monate dauern.

So wie ich das sehe bist du einer der wenigen die derzeit gleich zwei Nabenmotoren ihr eigen nennen
können. Ist denn der teure Schachnermotor vielleicht leichtgängiger oder kannst du sonst etwas
ausmachen was den höheren Preis rechtfertigt ?

Grüsse

Bernd
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Re: Radnabenmotor

Beitragvon Carl von Canstein » So 8. Mär 2009, 03:39

Hallo Bernd!
Der "Schachner" ist ein Heinzmann! Den Schachner kenne ich von E-Bay, das scheint auch einer mit Planetengetriebe zu sein wie der Heinzmann. Ist also aufwendiger gebaut. Das Getriebe bremst stark ab, aber ich glaube, das Rastmoment beim Heinzmann ist nicht so gross, er laesst sich nur zaeh andrehen, ein Rasten spuert man kaum!
Der Chinese ist von der Firma nine Continent. Rastmoment ist deutlich zu spueren. Dies ist eine direkt getriebene Nabe. Ich wuerde dafuer spontan keinen Rotordurchmesser unter 1,50m waehlen, aber das muesste man erstmal ausprobieren. . Eine Batterie sollte damit auch zu laden sein da er ja auf maximal 48V geschaltet werden kann, wenn ich mich nicht taeusche.
Ich kann ihn Dir im Paket naechste Woche zuschicken. :)
Gruss,Carl
Carl von Canstein
 

Re: Radnabenmotor

Beitragvon Bernd » So 8. Mär 2009, 09:50

Oh da freue ich mich schonmal auf den Motor Carl. Vorab schonmal vielen Dank dafür. Von Montag
bis Freitag bin ich allerdings in Düsseldorf und komme erst Freitag abend nach hause. (Seminar)
Dein Heinzmann hat also ein Planetengetriebe, das ist ja auch eine interessante Lösung.
Vielleicht sind Plantengetriebe überhaupt eine Lösung um die Generatoren für unseren recht langsam
drehenden durchströmten Rotor zu beschleunigen. Schade das es in der Richtung so wenig fertiges
zu kaufen gibt. Jetzt bin ich sehr gespannt auf den Motor, den ich untersuschen werde. Ich kann mir
gut vorstellen das auch viele andere auf die Ergebnisse scharf sind.

Grüsse

Bernd
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Re: Radnabenmotor

Beitragvon arcobär » Mo 9. Mär 2009, 09:11

Eine Möglichkeit einen schweranlaufenden Generator zum Anlauf zu bewegen wäre dessen Speisung durch einen "Hilfsgenerator"(z.B. Nabengenerator), der von einem zusätzlichen, kleinen Windrotor angetrieben wird. Durch eine Diode muss nur die Rückspeisung in den Hilfsgenerator verhindert werden.

Gruß Uli
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Re: Radnabenmotor

Beitragvon Bernd » Mo 9. Mär 2009, 09:34

Hallo Uli, deine Idee würde vermutlich die Anlaufgeschwindigkeit nach unten drücken,
was sehr vorteilhaft sein könnte.

Um allen Mut zu machen die vor haben einen Radnabenmotor als Generator zu verwenden,
aber Bedenken wegen der fühlbaren Schwergängigkeit haben, hier nun ein Video bei dem
eine Studentengruppe einen Radnabenmotor, den es seit längeren bei Ebay für mittlerweile
150 Euro zu kaufen gibt, für ihren Savoniusrotor verwendeten. Während der Messung ergaben
sich Leistungen von um die 40 Watt.


http://www.youtube.com/watch?v=xU0PFnspFME&fmt=18

Grüsse

Bernd
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Re: Radnabenmotor

Beitragvon Carl von Canstein » Mo 9. Mär 2009, 09:45

Schicke Idee, das von ULI! :D Uli, Du wirst Ehrenmitglied bei uns!
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