Generator für Windmaster 500Watt

Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon Arowana » Mo 13. Jun 2011, 10:43

Hallo Bernd,

Also wenn du willst kann ich auch einen 40, 45, 50, 55, 60 cm generatorbauen das ist nicht das Problem. ( war ja nur ein Beispiel )
Wie der Mastervolt arbeitet verstehe ich.
Ich verstehe nur nicht wie ich die Volt bei der nutzdrehzahl sagen wir mal ab 3 m/s errechne und ab welcher Drehzahl mein geni die 150 Volt überschreitet das ist ja auch wichtig :!: :?:

Deine ganzen Beispiele Haben mir schon weitergeholfen. Danke hierfür erstmal.

- nehmen die Magnete der spule nicht die Kraft wenn gleichzeitig nordpol und südpol auf die selbe spule treffen? (was ja passiert wenn sie so eng zusammensitzen!?
- wenn ich 12 Magnetpole mache muss ich ja auch 12 Spulen benutzen oder?

Mfg Michael
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Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon Bernd » Mo 13. Jun 2011, 11:26

Also wenn du willst kann ich auch einen 40, 45, 50, 55, 60 cm generatorbauen das ist nicht das Problem. ( war ja nur ein Beispiel )

Ahaaaa..... danach hörte es sich aber zuvor nicht an. :)
Wenn wir den Durchmesser vergrössern erhöhen wir bei gleicher Drehzahl die Umfangsgeschwindigkeit was positiv zu werten ist.
Allerdings bedeutet das auch das wir zur Füllung des grösseren Umfangs mehr Spulen und Magnete brauchen.
Erst dann zeigt der grössere Durchmesser wirklich positiv Wirkung.
Außerdem wächst die nötige mechanische Genauigkeit um auf dem grösseren Umfang alle Bauteile noch genau zu führen
und den Luftspalt zu gewährleisten. Aber mechanisch warst du ja sehr fit ?

Wie man die Spannung berechnet die sich bei einer bestimmten Drehzahl ergibt, dafür gibt es Formeln und Tools.
Das "einfachste" ist da noch das komplizierte Scheibengeneratortool. Dort kann man mit verschiendenen Magnetgrössen
und Durchmessern sowie verschiedenen Luftspalten und Spulendrähten experimentieren und optimieren bis ein brauchbares
Ergebnis dabei heraus kommt. Diesen Job nehme ich Dir ab wenn du magst. Natürlich kannst du ebenso selber damit arbeiten.

Die Spannung verläuft immer linear zur Drehzahl, zumindest wenn am Generator keine Last angeschlossen ist.
Wenn der Generator beispielsweise bei 30 U/min 35 Volt liefert, dann würde er bei 60 U/min 70 Volt liefern und
bei 120 U/min 140 Volt. Hier müsste spätestens eine Sicherheitseinrichtung wirksam werden die eine weitere
Spannungserhöhung verhindert damit der Windmaster heile bleibt.

Wenn man den Generator belastet dann sinkt seine Abgabespannung, abhängig von der Höhe der angeschlossenen Last.
Das bedeutet, bezogen auf mein letztes Beispiel, das wir bei 120 U/min dann nicht mehr 140 Volt hätten sondern deutlich weniger.
Auf die Windgeschwindigkeiten bezogen würde es bedeuten das wir z.B. bei 3m/s beginnen einzuspeisen (35 Volt) und bei
der vierfachen Spannung die Einspeisung beenden müssen. Ohne Last hätten wir die vierfache Spannung bei der vierfachen
Windgeschwindigkeit, ca. bei 12m/s.(Windgeschwindigkeit und Drehzahl verlaufen ohne Last proportional)
Mit Last läge die Maximalspannung mehr oder minder oberhalb 12m/s an, es kann sein das es erst bei 15, 16 m/s oder noch
später der Fall wäre. Das wäre ja gut für dich und deine Idee aus 1m² Windrad bis zu 500 Watt holen zu wollen. :)

Gestern habe ich ein wenig mit deinen bisherigen Angaben und dem Scheibengeneratortool herum gespielt und kam zu dem
Ergebnis das bei 30cm Durchmesser und deiner Magnetmenge ein Getriebe von ca. 1:3 unumgänglich wäre.
Wenn wir den Durchmesser deutlich vergrössern und auch mehr Magneten und Spulen einsetzen kann es auch ohne Getriebe klappen.
Mit der bisherigen Anzahl an Magneten kommen wir aber nicht hin.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon Bernd » Mo 13. Jun 2011, 11:50

- nehmen die Magnete der spule nicht die Kraft wenn gleichzeitig nordpol und südpol auf die selbe spule treffen? (was ja passiert wenn sie so eng zusammensitzen!?
- wenn ich 12 Magnetpole mache muss ich ja auch 12 Spulen benutzen oder?

Nein, bei 12 Magneten pro Scheibe könnte man zwar auch 12 Spulen einsetzen, man würde dann aber einen 1 Phasen
Generator bauen der unter Last fürchterlich brummt. Das würde ich unbedingt versuchen zu vermeiden.
Besser man nimmt 1/4 weniger Spulen als Magnete und verschaltet diese Spulen dann so das sich ein 3 Phasen
Generator ergibt. Hört sich vielleicht sehr kompliziert an, ist es aber eigentlich nicht. :)

Wenn man den Spulenkern, also das Spulenloch, so gross macht wie den Magneten, dann ergibt sich fast automatisch
das die Magnete nahezu eine optimale Position zu den Spulen einnehmen ohne das sich da etwas nennenswert negativ
beeinflusst. Was du meintest war vermutlich das eine Spule so vom Magnetfeld getroffen wird das sich die entstehenden
Spannungen gegenseitig aufheben. Da brauchst du eigentlich keine Angst zu haben.
Wir lassen dich nur etwas bauen was auch funktioniert. :D

P.S. es ist sogar vorteilhaft wenn zwei verschiedene Pole ein und dieselbe Spule treffen, aber nur wenn es so geschieht das
über jedem Spulenschenkel gleichzeitig ein anderer Magnettpol steht. Dann ist die Höhe der Induktion optimal.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon Arowana » Mo 13. Jun 2011, 11:59

Also wegen der mechanischen Genauigkeit mache ich mir keine sorgen.
Evtl. würde ich auch den Statorhalter nach innen verlegen. ( aber das ist ja jetzt noch uninterressant )
Wenn du das mit Spannung und Magneten für mich durchrechnen würdest dann wäre ich dir sehr Dankbar.

Dass mit der Voltzahl habe ich jetzt auch soweit geschnallt.

Wegen den Magnete habe ich gerade beim Händler angefragt ob ich preisgünstiger noch welche bekomme.
Da hoffe ich dass ich am besten unter 2 euro komme ( jetzt ist mein Preis 2,33 St. )

Mfg Michael
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Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon Arowana » Mo 13. Jun 2011, 12:02

Bernd hat geschrieben:Was du meintest war vermutlich das eine Spule so vom Magnetfeld getroffen wird das sich die entstehenden
Spannungen gegenseitig aufheben. Da brauchst du eigentlich keine Angst zu haben.
Wir lassen dich nur etwas bauen was auch funktioniert. :D


Dass ist nett :!:
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Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon nie-mehr-benzin.de » Di 21. Jun 2011, 16:52

Hallo,

wen man auf den Selbstbau eines Generators verzichten will, kann man auch irgendwelche Motoren als Generator an den Windmaster 500 hängen? Wenn ja, welche?

Müssen es DC-Motoren sein oder kann man z.B. Asynchron-Motoren nehmen und den Strom gleichrichten? Wie geglättet muss der Strom für den Windmaster sein?


Gruß,

Johannes
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Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon Bernd » Di 21. Jun 2011, 17:20

Welche genau ist davon abhängig wie schnell sich dein Windrad unter Last dreht und wieviel Spannung
der jeweilige Motor/Generator pro Umdrehung erzeugen kann.
Es muss eine Spannung entstehen die bei Nutzbeginn (vielleicht 3m/s) den Mastervolt starten lässt (ca. 40 Volt).
Nötigenfalls muss man die benötugte Drehzahl mit einem Getriebe erzeugen.

Grundsätzlich sind alle Motore geeignet die Permanentmagnete enthalten, sofern auf sie das oben genannte zutrifft.
Drehstrommotore müssen erst mit Magneten bestückt werden, dazu ist ein neuer Stator anzufertigen bzw. der
vorhandene zu bearbeiten.
Es müssen keine DC Motore sein denn man kann Wechselstrom mit einem Gleichrichter gleichrichten.
Der entstandene Gleichstrom muss nicht geglättet werden. Er kann wie er ist in den Windmaster geschickt werden.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon Arowana » So 3. Jul 2011, 10:46

Hallo Bernd,

Ich hätte wiedermal eine frage :roll:

Und zwar Mein Scheiben geni wird jetzt relativ sicher 40 cm da ich nicht mehr drehen kann.
auf den geni von 40 cm würde ich 45 evtl auch 48 magnete bekommen ( immernoch 40 X 20 X5 N52 )
bei 45 magneten hätte ich am dünnsten eck 22,32 mm Platz zwischen den magneten
bei 48 magneten hätte ich am dünnsten eck nur 20,93 mm platz .
so wie ich dich verstanden habe sollte ich ja 48 magnete nehmen dann hätte ich 16 Pole und könnte 12 Spulen drauch klopfen oder!?
Da ich die Form für die Magnete in die Rotorscheibe Reinfräse ca. 2 mm tief denke ich müsste es geradeso gehen.
Ich hätte dann ja am Durchmesser 400 einen abstand zwischen den magneten von 6,166mm und am inneren Durchmesser 320 einen Abstand von 0,93mm ich hoffe das langt!

deswegen wollte ich auch mal fragen wie es sich auf das Magnetfeld auswirken würde wenn ich den Magnetkomplett in der Rotorscheibe versenke!?
Also ihn 5mm tief einfräse ( oben bündig )
würde sich da am magnetfeld etwas änder, verschlechtern?

Mfg Michael
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Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon Bernd » So 3. Jul 2011, 11:11

Die Magnetscheiben sollten bei deinem Doppelscheiben Rotor aus Stahl bestehen. Dann dürfen sie nicht zu stark versenkt werden.
Ich würde mal sagen 2mm ist bei deinen 5mm dicken Magneten schon die obere Grenze.
Wenn du sie komplett versenkst bildet die Eisenscheibe die seitlich am Magneten anliegt einen Kurzschluss zwischen Nord- und Südpol.
48 Magnete wolltest du dann auf jeder dieser Scheiben packen, richtig ?
Wenn da kaum noch Platz zwischen den Magneten ist muss man sich mal ausrechnen wieviel Platz für die Windungen der
Spulen bleibt. Bei 48 Magneten wären 36 Spulen erforderlich, 12 pro Phase.

Grüsse

Bernd
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Re: Generator für Windmaster 500Watt

Beitragvon Arowana » So 3. Jul 2011, 11:35

Dass mit den magneten hast du anscheinend falsch verstanden!?
Es sind 2 scheiben = 96 Magnete
Pro scheibe 48 Magnete es werden immer 3 magnete nebeneinander gelegt 48 / 3 = 16 Magnetpole pro Scheibe
Also gehe ich davonaus dass ich dann 12 Spulen auf den Stator verbauen muss!? ( oder? )

Also die Magnete werde ich dann wohl mal nur 1 mm tief einfräsen müsste schon langen

Mfg Michael
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