Ringgenerator

Ringgenerator

Beitragvon erdmensch » Sa 6. Aug 2011, 22:34

Ich habe einen Ringgenerator aus KFZ-und Fahrradteilen konstruiert.
28 Magnete, 21 Spulen(1.6mm Draht, 140 Windungen). Bitte gebt mir +- Kritik u. Anregungen zur Optimierung.
http://www.youtube.com/watch?v=Uoco1I5Z ... detailpage
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Re: Ringgenerator

Beitragvon andreas » Sa 6. Aug 2011, 23:15

Hallo,

das Konstrukt habe ich in einem anderen Forum schon gesehen, aber ein Ringgenerator sieht etwas anders aus - benutze die Suche in diesem Forum. Von dem angenehm großen Durchmesser mit den vielen Magnetpolen abgesehen, gibt es einige Schwächen. Der Magnetkreis ist unnötig lang und zu knapp. Die Schraube unter dem Magnet ist zu dünn als Rückschluss. Der Magnet gehört auf eine massive Eisenplatte mit wenigstens halber Magnetdicke geklebt. Die angeschweißten Platten an der Felge haben keinen guten magnetischen Kontakt untereinander, sie sollten in voller Länge dick miteinander verschweißt werden. Die Spulen sitzen auf einem metallischen Träger, in welchem Wirbelströme durch die Magneten induziert werden und die Drehbewegung bremsen.

Mechanisch ist das Trum durchaus geeignet, dann aber bitte mit viel längeren (oder mehreren) Magneten auf der Felge, sie sollten deren Breite abdecken können. Ebenso sollten dann die Spulen viel länger werden, ihre Länge geht direkt auf die Spannung ein. Die Alufelgen außen müssen weg, dort muß ohne umlaufenden Außenrückschluss alles unmagnetisch sein.

Schau Dir mal die Bilder von Bernd zum Black-Generator an, das ist ein recht günstiger Aufbau - auch wenn dort die Magnete und die Drähte zu dünn für eine effiziente Energieerzeugung sind.

MfG. Andreas
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Re: Ringgenerator

Beitragvon Bernd » So 7. Aug 2011, 08:06

Hallo Erdmensch und herzlich willkommen im Forum.
Gerne würde ich noch weitere Details von deinem Generator erfahren.
Es sieht so aus als ob du Dir mit den Gewindestangen auf denen die Magnete sitzen eine Einstellmöglichkeit
für den Luftspalt geschaffen hast ? Was für einen Typ von Magnet setzt du ein und wie gross sind die Magnete ?
Die Idee eine Autofelge als Grundlage zu verwenden finde ich gut. Die Felge läuft von Haus aus schon ziemlich
genau rund und kann über eine robuste Achslagerung gleich auch noch langlebig gelagert werden.
Hast du schon einmal eine Last an den Generator angeschlossen ? Es könnte sein das die Spulen unter Last
"mitdrehen" wollen und evtl. noch anders befestigt werden müssen. Das gilt auch für die Magnete an denen
dann auch einige Kräfte rütteln.

Grüsse

Bernd
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Re: Ringgenerator

Beitragvon miniwindi » So 7. Aug 2011, 12:55

Hallo,
also ich finde das ist doch gar nicht so schlecht.
Es hat eine Menge an Arbeit gemacht und jeder versucht mit den Werkstoffen, die er zur Verfügung hat etwas zu erreichen.
Bernd arbeitet gern mit Holz,
GoVertical arbeitet gern mit Kunststoff.
Ich bin mal gespannt, wie das Gesamtwerk dann wird. Die Autofelge ist jedenfalls stabil und sollte einiges aushalten.
Weitermachen ! Und viel Erfolg.
Viele Grüße Herbert
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Re: Ringgenerator

Beitragvon erdmensch » So 7. Aug 2011, 13:44

Hallo liebe Mitglieder,
vielen Dank für die konstruktive Kritik.
Dass es so nicht bleiben kann ist klar, deshalb bin ich für jeden Anstoss dankbar.
Grundidee war: einen kostengünstigen Generator zu bauen, der zugleich auch Träger für die Lenzrotoren sein soll, die auch nicht zu klein dimensioniert sein sollen, und der schon bei geringen Drehzahlen eine Spannung liefert, die über Wechselrichter ins Netz eingespeißt werden soll. Ich musste das Rad nicht neu erfinden und nahm aus der Automobiltechnik eine ausgereifte stabile Hinterachslagerung und ein 14" Stahlfelge, da ein großer Durchmesser angestrebt wurde.
Am Umfang sollten dicht an dicht Flacheisen angeschweißt werden um einen planen Sitz der Magnete, 20x40x10mm N52, zu gewährleisten. Ich hatte mich für 28 Magnete und dementsprechned 21 Spulen entschieden. Rein rechnerisch passten Flacheisen von 46,45 mm Breite aneinander, diese Breite gibt es aber nicht, so mussten 40mm breite genommen werden, deshalb die Lücken dazwischen, die hätte man noch schließen müssen. Ich hatte mir die Konstruktion in ACAD gezeichnet und da passte es auch mit den Spulen, leider hatte ich da noch keine Spule gewickelt und auch noch keine Ahnung wie breit die Schenkel werden. Nachdem der Kupferdraht geliefert wurde und das Wickelgerät gebaut war habe ich eine Testspule gewickelt und siehe da die wurde breiter als geplant. Somit musste der Durchmesser des Stators größer werden und der Flugkreis der Magnete natürlich auch. Deshalb zunächst erst einmal die Lösung mit den M12 Schrauben mit der man den Spalt zwischen Magnet und Spule genau einstellen kann, ich weiß, dass das wegen dem magnetischen Rückfluss oder so, nicht korrekt ist. Nun, es ist immer noch ein Testobjekt, das noch verbessert werden kann und muss. Mittlerweile habe ich in der Bucht noch weitere Hinterachslager zu 1€, 18000 Km Laufleistung, gesteigert und auch eine nagelneue 16" Felge für 10€, eine neue Hinterachslagerung bekommt man schon für ca. 40€. Ich habe nun, aus Kostengründen, die 24 Magnete von meinem zuvor gebauten Scheibengenerator entfernt und werde, so wie es Andreas vorgeschlagen hat, zwar keine längeren Magnete kaufen( sind ja schweineteuer), aber die Magnete übereinander setzen, sodass ich eine Länge von 80mm bekomme, die Spulen werden somit länger und ich denke da komme ich mit den Platz besser aus. Ob das jetzt wegen dem Längen-Breitenverhältniss gut ist weiß ich noch nicht.
Ob das so eine gute Lösung ist kann der Eine oder Andere ja berichten.
Der Stator so wie er jetzt ist, ist ja auch eine Versuchslösung, sollte später noch mit Epoxy gegossen werden, da muss man aber noch rumtüfteln mit der Form und so.
Der Stator wurde auf der Grundplatte festgeschraubt, ansonsten möchte er ja den Magneten folgen, ebenso sind die Magnete auf den Schrauben festgeklebt.
Wenn es das Budget erlaubt werde ich noch eine äußere Magnetreihe planen um den magnetischen Rückfluss zu verbessern.
Aber erst einmal wird so weiter gemacht. Bitte gebt mir weiterhin gut Tips, ich werde versuchen sie in die Tat umzusetzen.
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Re: Ringgenerator

Beitragvon erdmensch » So 7. Aug 2011, 14:06

Nein, das mit den Magneten übereinander geht nicht die mögen sich nicht, sie stossen sich ab, wenn der untere z.B. Nord ausgerichtet ist und der obere Süd dann lassen sie sich aneinander schieben, aber so über die gleiche Spule wird nichts werden. Oder liege ich da falsch?
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Re: Ringgenerator

Beitragvon andreas » So 7. Aug 2011, 14:27

Hallo,

natürlich stossen sich gleichpolige Magnetseiten ab. Du musst sie fixieren, bis sie fertig verklebt sind.

MfG. Andreas
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Re: Ringgenerator

Beitragvon miniwindi » So 7. Aug 2011, 14:29

Hallo,
das kommt auch darauf an, wie die Magneten magnetisiert sind. Andreas hat natürlich auch Recht.
http://www.supermagnete.de/faq/direction
Viele Grüße Herbert
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Re: Ringgenerator

Beitragvon Ekofun » So 7. Aug 2011, 14:31

Hallo erdmensch,

Magneten kann man aufeinander kleben,kein Problem,es ist schwer Magnete nebeneinander kleben,dann stoßen sich ab.

Magnetpolsüd kukt zur Spule obere Pol ist dann Nord,zweite Magnet oben drauf mit Südpol,die zichen sich an.Nechste Magnet,N-Pol kukt zur Spule obere Pol ist dann S-Pol,zweite oben drauf mit N-Pol kleben und so weiter.Wirkung -(Induktion) wird noch etwas besser ca 20%.Nebeneinander geht auch aber das ist schwer weill sich enorm abstoßen.

Grüße

Ekofun
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Re: Ringgenerator

Beitragvon erdmensch » Mi 31. Aug 2011, 11:01

Ich habe eine neue Felge genommen, die Flacheisen sind jetzt dicht an dicht und die Magnete doppelt so dick. mit der Leerlaufspannung komme ich jetzt, von Hand gedreht, auf über 90V=.
http://www.youtube.com/watch?v=-q4XPtsgYQE
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