Klauenpolgenerator

Klauenpolgenerator

Beitragvon Manfred » Do 18. Aug 2011, 18:19

Hallo,

noch nicht ganz fertig gezeichnet, zur vorab Info zu gebrauchen.
Hallo Ekofun, in jedem von den vier Magnetsegmenten sind jeweils in einem Segment sieben einzelne Magnete untergebracht. Die Gesamtanzahl auf den Durchmesser sind 28 Stück. Jede Klauenpolhälfte hat 14 Klauen, also Gesamt auch 28 Klauen.
Im Vergleich zu den Streichholzmagneten sind die verbauten Magnete recht schwach. Der Test mit einem Schraubendreher ist natürlich sehr subjektiv. Die Schlitze in der Klauenplatte sind für die Kabelführung gedacht.
Der Klauenkörper ist ausgestanzt und dann mit einer Presse umgeformt worden, das Material ist 2mm dickes Weicheisen. Von der Spulenseite aus gesehen verjüngen sich die Klauen, eine Detailzeichnung kommt noch.
baugruppe1.jpg
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DSC00593.JPG
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Grüsse
Manfred
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Do 18. Aug 2011, 20:26

Hallo Manfred,
scheint mir das auch 7 Streiholzmagneten passen auf ein Originalmagnet.Das ist schon mal gut,aber wir brauchen nicht unbedingt Originalmaase einhalten,können auch größer bauen.Schon Magneten sind ca 14 mal stärker als diese Ferritmagneten,so bekommen wier mehr Leistung.und wen größer er wied können wir auch mehr Pole machen dann kommt er mit noch weniger Drehzahlen durch.

Habe in Grundlagen der Generatoren einige Bilder gemacht eine zeigt unterschied zwischen Guseisen und Elektroblech so bekam ich Idee von einen kapputem Trafo,oder Motor Bleche nehmen und abfeillen,so bekommen wir richtige Mehl für Kern.Wie ist deine Meinung darüber?

Es ist interesante Timarbeit,bin gespant was heraus kommt,müssen gut aufpassen,soll keine Blamage rasuskommen. ;)

Grüße

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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Manfred » Do 18. Aug 2011, 22:07

Hallo Ekofun,

bevor Du nun zur Feile greifst und in`s Schwitzen kommst schau Dir doch mal diesen link an.
http://www.polytron-gmbh.de/downloads/6 ... _03_26.pdf
Das könnte doch das Material für die Klauen und den Kern werden, oder :?: Und die Sache mit dem blamieren, das haben wir geübt und sind fit darin. keine Sorge ;)
Ekofun hat geschrieben:wir brauchen nicht unbedingt Originalmaase einhalten,können auch größer bauen.
Ja das ist ja auch das angestrebte Ziel, mehr Leistung bei langsamer Drehzahl. Der Fahrraddynamo soll nur eine Hilfe sein die richtigen Abmessungen zu finden. Da ich mit der Elektrotechik noch auf "Kriegsfuss" stehe, bin ich euch keine grosse Hilfe. Alle meine Generatorversuche basieren nicht auf Berechnungen, sondern so aus dem "Bauch" heraus. Dazu gehören der eisenlose mit der C-Spule, der Scheibengenerator mit runden Magneten und der Modellgenerator mit fast 100%tiger Kuperfüllung.
Für den Klauengenerator würde ich zwei Streichholzmagnete hintereinander anordnen, dadurch würde die Spule eine Länge von 70mm bekommen. Aber was machen wir mit dem Rastmoment :?:

Grüsse
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » Do 18. Aug 2011, 22:28

Hallo Manfred,

das verlinkte Material scheint für geringe Frequenzen nicht geeignet zu sein. Die reden dort von 3 kHz als unteren Einsatzpunkt - das ist weit oberhalb dessen, was wir brauchen. Windgeneratoren laufen bei wenigen Hertz bis einigen hundert Hertz (=Schwingungen pro Sekunde) an erzeugter Frequenz.

Die Rastung sollte sich einmal durch ganz leicht schräg angestellte Magnete und zum anderen durch eine ungerade Teilung zwischen Stator und Rotor beheben lassen. Das ergibt insgesamt eine leichte Umsymmetrie im Magnetfeld, aber gerade das wirkt dem Rasten entgegen.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Do 18. Aug 2011, 22:41

Nach meinem Wissen werden bei Ferritmaterialien nicht die unteren Grenzfrequenzen angegeben sondern die oberen.
3 khz wäre also die obere Grenzfrequenz. Eine untere Grenzfrequenz gibt es nach meinem Verständnis nicht, wie auch ?
Insofern ist 3 kHz schon eine sehr sehr niedrige Frequenz für ein Ferrit. Es kommt aber auch gar nicht auf die obere Grenzfrequenz
an, denn die erreichen wir sowieso nicht bei unserer Anwendung, sondern eher darum das das Ferrit den magnetischen Fluss möglichst
widerstandsfrei leitet und da scheint es riesige Unterschiede zu geben.

Die Rastung sollte sich einmal durch ganz leicht schräg angestellte Magnete und zum anderen durch eine ungerade Teilung zwischen Stator und Rotor beheben lassen

Eine ungerade Teilung bei einem 1 Phasen System ist nicht möglich bzw. sinnlos.
Ob schräg stellen in einem 1 Phasen System eine Lösung darstellen kann, da bin ich mir noch nicht schlüssig.
Auf jeden Fall würde es die Induktion deutlich reduzieren.
Wir sollten von dem Gedanken weg kommen einen 1 Phasen Generator bauen/optimieren zu wollen, das ist zumindest meine Meinung.
Er wäre zwar einfacher zu bauen, aber man könnte mir ihm nichts anfangen, ausser man ist taub. ;)

Grüsse

Bernd
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon andreas » Do 18. Aug 2011, 22:55

Hallo Bernd,

da Du dem Link von Manfred offenbar nicht gefolgt bist, hier noch mal der relevante Ausschnitt:

Frequenzbereich.jpg
Frequenzbereich.jpg (6.36 KiB) 12761-mal betrachtet

Ich habe solche ungeraden, schräg gestellten einphasige Lösungen hier zu liegen und weiß, dass sie rastfrei funktionieren.

MfG. Andreas
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Ekofun » Do 18. Aug 2011, 23:02

Hallo,

wie were das wir ein Fax an die Firma mit erklährung was wir brauchen und wo für,dan werden die uns sagen ob diese Produkte geeignet sind für unsere Sache.Im schlimsten Fall hab ich paar guten feillen.

das mit eine Fase...es sollen 3 Fasen sein und wie wir sie konstruieren müssen noch grübeln,denke müssen 3 Spulen sein jede für eine Fase,wie die versetzt sollen bin noch am rätseln,das ist kein Ständer vom normalen Motoren so 120 Grad passt da warschenlich nicht.

Also haben wir viele Theoretische Sachen erledigen bevor wir mit Arbeit anfangen.

Grüße

Ekofun
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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Fr 19. Aug 2011, 00:02

Jo da steht es ja Andreas, Grenzfrequenz liegt bei bis zu 3kHz oder bis zu 3 Mhz, die obere. ;)
Die höherfrequenten haben meist schlechtere Eigenschaften auf unseren Zweck bezogen das heisst zu gunsten
einer höheren Grenzfrequenz ist die magnetische Leitfähigkeit, max. Sättigung etc. nicht mehr so toll.
Dafür kann man sie furchtbar schnell ummagnetisieren ohne allzu grosse Verluste zu erhalten.
Man muss entscheiden was für den jeweiligen Anwendungsdbereich wichtiger ist.

In Regionen von etlichen hundert Herz bis einigen Kiloherz kommt man sogar noch mit entsprechenden Trafoblech,
Beispiel Leistungs PA Übertrager, hab noch welche hier. Ein Ferritmaterial für diesen unteren Frequenzbereich bis 3 kHz scheint
mir daher gut geeignet zu sein.
Ich glaube allerdings du denkst das das Ferrit erst ab einer unteren Grenzfrequenz von 3 kHz einsetzbar wäre und darunter nicht
oder nur schlecht funktionieren würde ?
Wenn ja verstehe ich nicht wie sich das logisch begründen liesse. Ich kann einen Magneten auf einen Ferritkern legen und
er leitet statisch ( Null Herz ) den Fluss durch sich hindurch. Wieso sollte das erst bei einer unteren Grenzfrequenz funktionieren ?
Wichtig ist nicht die Frequenz sondern wie gut (!) das Material den Fluss leitet und da gibt es wohl grosse Unterschiede.
Es leitet aber auf jeden Fall nicht erst bei einer bestimmten Frequenz vernünftig sondern bis zu seiner oberen Grenzfrequenz.
Obere Grenzfrequenzen sind für uns kaum interessant weil wir mit der Frequenz nicht so hoch kommen.

Die ganze Diskussion ist aber vermutlich eh überflüssig weil ich denke das diese Materialen extremst teuer sein werden.
Ich denke es wir auf Eigenbau Ferrit hinauslaufen und das wäre aus meiner Sicht auch gut so.

Grüsse

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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Bernd » Fr 19. Aug 2011, 00:07

Ich habe solche ungeraden, schräg gestellten einphasige Lösungen hier zu liegen und weiß, dass sie rastfrei funktionieren.

Kannst du evtl. mal Bilder vom Aufbau machen ?
Es wäre der erste brauchbare 1 phasige Generator von dem ich hörte oder den ich in den Fingern hielt der rastfrei/rastarm wäre.
Bislang dachte ich das gerade der schnelle, plötzliche und heftige und damit auch rastende Polwechsel für eine möglichst hohe Induktion
verantwortlich wäre. Die Rastung verläuft ja proportional zur Intensität des Polwechsels.
Schwäche ich die Rastung ab, mache sie durch Überlappung bzw. durch Schrägstellen "sanft", verringert sich die Induktionshöhe erheblich.
Entweder heftige Rastung oder geringe Ausbeute. Bei 3 Phasen sieht es prinzipbedingt völlig anders aus, auch was Decogging anbelangt.
3 Phasen sind unter anderem deswegen notwendig um die heftigen Rastungen der einzelnen Phasen durch Überlagerung zu minimieren.

Ich bin echt gespannt wie dein Generator aufgebaut ist.

Grüsse

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Re: Klauenpolgenerator

Beitragvon Manfred » Fr 19. Aug 2011, 09:54

Hallo,

wenn das zu verwendende Material entschieden ist und die Abmessungen festgelegt sind, dann kann ich eine Form bauen in der man dann Kerne und Klauen in beliebiger Menge giessen kann.
Ferritkern, Spule, Achse, Stromabnahme und Klauen könnten eine vergossene Einheit bilden. Im Fahraddynamo ist der Luftspalt zwischen Magnet und der Klaue sehr eng 0,2mm. Eine vergossenen Einheit kann man gut auf dieses enge Maß bringen.

Grüsse
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