Bleiakkus fit halten

Ladeelektronik, Messgeräte, Steuerungen etc.

Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon andreas » Do 27. Sep 2012, 21:02

Hallo Jürgen,

ich muss Dich enttäuschen. Die Induktivitäten entstammen meiner Spulensammlung, sind also irgendwo geerntet. Ich habe sie lediglich auf die angegebenen Induktivitätswerte vermessen und dann unter den passenden Spulen die Exemplare mit dickerem Draht ausgewählt. Ich habe Dir mal ein Bild gemacht:

desu-l.jpg
desu-l.jpg (45.17 KiB) 11415-mal betrachtet

Links das schwarze Tönnchen ist eine offene Drosselspule, sicher mit Ferritkern, sonst kommt man nicht auf 1 mH. Rechts ist ein Ringkern mit gut 100 µH, aufgrund der gelben Kernfarbe tippe ich mal auf einen Eisenpulverkern mit 26er Material.

MfG. Andreas
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Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon jb79 » Do 27. Sep 2012, 22:46

Mist, dann brauch ich doch ein LCR Meter...
lg Jürgen
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Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon andreas » Fr 28. Sep 2012, 15:25

Hallo Jürgen,

erst seitdem ich ein Multimeter mit L-Messbereichen habe, macht die Bastelei mit Induktivitäten wirklich Freude. Früher war das ein ziemlicher Blindflug damit und hat entsprechend selten funktioniert. Auch macht der Eigenbau von Induktivitäten nun einen Sinn, vor allem wenn man Gratis-Kerne aus dem Schrott nimmt und sie passend bewickelt.

MfG. Andreas
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Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon jb79 » Fr 28. Sep 2012, 19:51

Hallo Andreas,

das Problem an "Gratis"Kernen ist, daß man meist kein Datenblatt dazu hat und man bei Induktivitäten, die Energie speichern oder übertragen müssen trotzdem noch aufs Bauchgefühl bzw. die Erfahrung angewiesen ist weil sich die Induktivität auch abhängig vom Strom ändert. Der Meßwert vom Multimeter kann einem aber immerhin sagen ob man zumindest ungefähr in dem Bereich landet wo man hin wollte.

Werd mir mal so n LCR Meter holen und dann zu basteln beginnen.
lg Jürgen
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Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon andreas » Fr 28. Sep 2012, 20:02

Hallo Jürgen,

das mit den Kernen bekommt man aber relativ fix mit, sobald man daran messen kann. Wenn der Ringkern mit fünf Windungen schon 100 µH hat, dann ist es kein Eisenkern, sondern Ferrit. Spielt man noch dazu ein wenig mit dem Hf-Generator und -spannungsmesser auf zweimal zehn Windungen um einen Kern, ist der nutzbare Frequenzbereich erkennbar. Das macht alles nicht viel Aufwand, ein wenig Messkram vorausgesetzt.

MfG. Andreas
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Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon jb79 » Fr 28. Sep 2012, 20:29

Da hab ich noch etwas aufzuholen.
Hab bisher nur ein Zangenampermeter (Uni-T 203), das kann auch Frequenzen, Duty Cycle und die üblichen Dinge messen, dann noch ein Fluke 73 Series II und so ein ganz billiges Multimeter vom Conrad, das nehm ich wenn ich irgendwo nur schnell was messen muß, derzeit liegts auf der Solarbatterie rum um schnell mal die aktuelle Ladespannung nachzusehen.
Mein Traum wäre n Digital-Speicheroszi (gibts von Uni-T mit 50MHz ab ca. 300€), hab aber solange der Keller nicht fertig ist keinen Platz für einen ordentlichen Elektronik Arbeitsplatz. Derzeit türmt sich Elektronik und fast alles andere auf meinem Schreibtisch im Erdgeschoss wo auch mein Haupt-PC steht. Dort wird auch gelötet, manchmal gegessen und eben gesurft...
lg Jürgen
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Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon andreas » Fr 28. Sep 2012, 21:35

Hallo Jürgen,

so nett so ein Oscar sein mag, braucht man den nicht vorrangig. Er erlaubt zwar als (fast) einziges Messgerät die optische Darstellung von schnellen Kurvenverläufen, aber das ist nicht oft notwendig. Wenn Du klein anfangen willst, hole Dir ein gebrauchtes analoges Oszi für zweistellige Euros. Das kann auch 10 oder 20 MHz, mehr braucht man bei diesem Hobby auf keinen Fall. Für Induktivitäten hat Pollin was zu liegen, auch nicht teuer.

Hier steht eine Menge an Messkram herum, oft 30 und mehr Jahre alt, alles hat schon (teils großflächige) Reparaturen hinter sich. Aber es braucht eben viel Platz und ich benutze es recht selten (wie etwa einen 64-Bit-Logikanalysator bis 300 MHz oder einen 1-GHz-Zählfrequenzmesser oder einen stabilen digitalen HF-Generator bis 500 MHz oder ein Impulsreflektometer usw.)... Dafür ist es klassische, zuverlässige Technik, die nicht so leicht aus dem Tritt zu bringen ist - wenn sie mal eine Viertelstunde warm gelaufen ist. Alles habe ich irgendwo abgetragen, geerbt oder aus dem Schrott gezogen. Wenn Du Platz hast, decke Dich mit solchen Dingen ein. In heutiger Zeit will oft niemand diese alte Technik haben. - Ok, ich habe auch noch ein 8"-Diskettenlaufwerk mit PC-Anschluss - aber das hat schon seit über zehn Jahren keiner mehr nachgefragt. Im Gegensatz zu moralisch schnell veraltender PC-Technik ist die klassische Messtechnik bis heute problemlos einsetzbar. Da steckt die Physik hinter und an der ändert sich so schnell nichts.

MfG. Andreas
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Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon andreas » Mi 3. Okt 2012, 23:07

Hallo Allerseits,

zur Originalschaltung habe ich aus anderem Anlass mal eine Ergänzung getestet und für gut befunden. Sie bewirkt, dass die Impulsschaltung nur beim Laden wirksam wird und sich sonst still verhält. Dabei wird nur an Pin 4 (RST) eingegriffen, der Rest bleibt unverändert: Pin 4 kommt über 1 kOhm an Masse. Zwischen Pin 4 und der Betriebsspannung kommt eine Reihenschaltung aus einer 12-V-Z-Diode und einem R vom 1 kOhm. Damit wird die Schaltung erst ab etwa 13 V Betriebsspannung Impulse erzeugen, darunter bleibt sie passiv.

MfG. Andreas
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Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon jb79 » Di 16. Okt 2012, 20:13

Mit welcher Frequenz arbeitet die Schaltung bei dir?
Bekomme auf meinem Meßgerät ca. 1kHz angezeigt, Tastverhältnis etwas mehr als 8%.
An der Batterie angeschlossen wird der FET sofort sehr heiß und man hört ein Summen.
Ohne Oszi keine Chance. Der einzige Unterschied zur Orginalschaltung: statt der 220µH Induktivität hab ich eine mit ca. 120µH genommen.
lg Jürgen
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Re: Bleiakkus fit halten

Beitragvon andreas » Di 16. Okt 2012, 20:33

Hallo Jürgen,

die Frequenz ist hier unhörbar hoch, also zweistellige kHz. Die hängt nur von der Beschaltung des 555 ab. Hast Du den 555 an der Speisung gepuffert? 100 Ohm in Reihe, Elko parallel Z-Diode gegen Masse. 1 kHz kann nur ein Schwingen über eine ungewollte Kopplung sein. Teste die Sache besser vorher am Netzteil mit Vorwiderstand.

MfG. Andreas
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