Brushlessmotor als Generator

Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Famzim » Mo 24. Dez 2012, 10:17

Manoman :)

320 Streichhölzer, da braucht man aber schon Übung.
Sind die Ferit-Stege selbst gemacht ? und kann man damit , zu meßzwecken 2 Nuten von unten halb füllen ?
Dann würde ich das machen, und da drüber auch eine Meßspule, wenn die Glocke fertig ist.
Es sieht alles sehr gut aus .

Gruß Aloys.
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Bernd » Mo 24. Dez 2012, 12:20

Aloys warum vermutest du eine geringere Induktion bei den Drähten die weiter hinten platziert werden ?
Der Fluss geht doch durch den kompletten Spulenkern hindurch und "biegt" erst ganz hinten zu den
benachbarten Stegen ab. Der Windung sollte es daher nahezu egal sein ob sie die aller erste vorne am
Magneten ist oder die aller letzte ganz hinten.

Grüsse

Bernd
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Ekofun » Mo 24. Dez 2012, 13:35

Hallo zusammen,

Flußdichte im Zahn ist ca 0,9 T laut Farbe.Zahnmaterial habe aus Materialdatei genommen unter "Supermaloy" genommen,denke das ist Ferrit,wenn nicht dann weiss nicht englische Name für Ferrit.

vm1.jpg
vm1.jpg (266.53 KiB) 5521-mal betrachtet


Laut Flußdichte sollte Spanung höher sein. :?

Grüße

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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Famzim » Mo 24. Dez 2012, 14:26

Hallo

Ja warum meine Zweifel ?
So ein Ferrit ist ja nicht wie die Streichholzmagnete mit Flächen gebunden, sondern hat nur Punktförmige Kontaktstellen.
Gehe ich von 30 % Bindemittel aus, ist in Feldrichtung auch so viel ? Luft ? die überbrückt werden muß.
Das sind dann im schlimmsten Falle auf eine Ferritlänge von 10 mm schon 3 mm Luftspallt.
Rechne ich mal die geschätzte Länge im Ferrit mit 40 mm sind das dann 12 mm versteckter Luftspallt.
Da ist es seitlich durch die Spule wesendlich näher und einfacher zum anderen Magnet zu kommen.
Auch das breite Teil vorne am Steg geht ? 1,5 mm parallel zu seinem Nachbarn, und schon da verschwinden geschätzte 10 % nach jeder Seite.
Auch ist das Feld im Ferrit sowiso schwächer an magnetischem Fluß, auch wieder wegen dem nicht leitenden Bindemittel, das auch Platz auf der Fläche beansprucht.
Insgesammt verläuft sich so das Feld in alle Richtungen sobald es die Magneten verlassen hat.
Ich würde jetzt erst mal Meßergebnisse der Testspulen abwarten :) hoffenlich ist es nicht ganz so schlimm.

Liebe Grüsse und frohe Weinachten Euch allen wünscht Aloys.
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Bernd » Mo 24. Dez 2012, 14:45

Auch das breite Teil vorne am Steg geht ? 1,5 mm parallel zu seinem Nachbarn, und schon da verschwinden geschätzte 10 % nach jeder Sei

Dieser verloren gehende Fluss steht aber auch schon der ersten Windung nicht mehr zur Verfügung.

Da ist es seitlich durch die Spule wesendlich näher und einfacher zum anderen Magnet zu kommen.

Dazu könnte man in einem bestehenden FEMM Projekt ganz einfach den eisernen Stegen ein neues Material (Ferrit) zuweisen
und dann mal gucken ob der Fluss lieber durch die Luft wandert als durch den Ferritkern. Ich bezweifle das.
Volker hat ja eine FEMM Datei seines Rotors, damit könnte er das überprüfen.

Das der Fluss grundsätzlich schwächer ausfällt als in Eisen dürfte auf jeden Fall richtig sein.
Auch dürfte die max. Sättigung (je nach Ferritmaterial) weitaus tiefer liegen und gar nicht erst 1T erreichen.
Leider berücksichtigt diesen Punkt FEMM nicht, da geht die Flussdichte immer höher je mehr man den Fluss konzentriert.

Grüsse

Bernd
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Ekofun » Mo 24. Dez 2012, 15:51

Hallo zusammen,

habe in FEEM Ferrit gefunden,Flußdichte sieht jetzt deutig schwächer aus in diesen einfache Beispiel.

vm2.jpg
vm2.jpg (291.32 KiB) 5511-mal betrachtet


Im Schnitt ist sie jetzt um 0,5 T in Zahn.

Grüße

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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Bernd » Mo 24. Dez 2012, 16:01

Das die in so einem Beispiel abnimmt ist ja logisch denn dieses Beispiel hat ja nichts mit dem tatsächlichen Aufbau des Generators zu tun.
Es fehlen ja sämtliche anderen Bauteile durch die der magnetische Fluss normalerweise hindurch führt.
Da kannst du auch einfach einen Magneten zeichnen und auch dann wird die Flussdichte mit
zunehmander Entfernung zum Magneten abnehmen denn der Rückfluss muss ja durch die Luft vagabundieren.
Welche Rückschlüsse soll man daraus ziehen können wenn der Flussverlauf gar nicht der Realität entspricht ?


Grüsse

Bernd
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Ekofun » Mo 24. Dez 2012, 16:28

Hallo Bernd,

soll nur zeigen ob Flußdichte gleich bleibt,oder bischen höher ist oder ob die schwächer wird,da andere Material verwendet wurde.Richtige Sim dauert paar Stunden bis er fertig ist,so könnte man auf schnelle sehen womit man rechnen kann.Das soll ein Schnelltest sein.

Mit Ferritkern kann man sagen weniger Flußdichte,richtige Sim sagt dann auch um wieviel weniger sie ist.Um richtige Simm zu machen weis auch nicht die neue Abmessungen.

Grüße

Ekofun
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon Bernd » Di 25. Dez 2012, 05:38

Bei deiner "schnellen" Simulation verhalten sich die Feldlinien nicht wie sie es tatsächlich machen würden sondern
streben nach den Rändern/Begrenzungen des Bildes, so als ob die Bildränder magnetisch leitfähig wären.

Um das zu umgehen müsstest du glaube ich viel mehr Raum/Luft um das Objekt lassen.


Grüsse

Bernd
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Re: Brushlessmotor als Generator

Beitragvon andreas » Di 25. Dez 2012, 11:15

Hallo Bernd,

das ist richtig, um das Objekt muss genug Luft verbleiben, um alle relevanten Feldlinien in der Simulation zu halten. Auch die hier nur stückweise vorhandenen Materialien, welche eigentlich eine viel größere Ausdehnung haben, verfälschen das Ergebnis stark.

Man muss natürlich nicht immer das komplette Gerät mit allen Teilen zeichnen, aber ein guter Teil ist schon nötig. Er sollte immer mehrere der untersuchten Objekte enthalten, womit man am Untersuchungspunkt fast realistische Verhältnisse hat. Aber ein einzelner Zahn und ein einzelner Magnet sind definitiv zu wenig.

MfG. Andreas

Ps: Frohe Weihnachten!
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