Ropatec Eigenbau

Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Mo 12. Mai 2014, 17:28

Hallo Aloys

Ob mehr Flügel auch mehr Energie bringen glaube ich nicht wirklich sonst hätten die ja nicht fast immer 3 Flügel:-) ich denke es ist einfacher Ruhe in den Rotor zu bekommen ich glaube aber das 3 mehr bringen als 6 alleine, alleine schon sind 6 viel mehr Gewicht nicht nur Flügel auch Halterungen.
ich denke diese Woche werde ich noch brauchen für den Musterflügel aus Jakudur vor zu bereiten dann schleifen,Füllern und Lacken mit PU dann wollte ich davon eine Schablone aus GFK machen und werde die Flügel dann aus Carbon im Vakumierverfahren herstellen das geht dann ruckzuck:-)
Innen muss ich doppelt Diagonal verlegen damit ich die Zugkräfte in den Griff bekommen nach Trocknung sollte der dann Max 5Kg haben und das bei einer Länge von 4000 x 600
Super billig wird das wohl nicht werden :( komme aber durch den Großhandel etwas günstiger an die Produkte dann werde ich nicht normals GFK nehmen wegen paar € mehr dann habe ich es richtig stabiel.
Halterungen werde ich die Klammern benutzen so wie ich sie jetzt schon habe, nur in einer andern Form des neuen Flügels dann muss ich nicht an den Flügeln rumbohren und kann sie auch schneller mal wechseln wenn mal was dran ist.

Morgen versuche ich mal eine Diagonale von der unteren Tragkonstruktion zu der oberen mitte einzu bauen,er fängt bei ca 800 Watt an zu Taumeln und zwar fängt es genau in der Mitte an und führt sich dann über die ganze Konstruktion weiter, Morgen kann ich mehr dazu ob es besser geworden ist..

Lg Udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Famzim » Di 13. Mai 2014, 09:14

Hallo Udo

Grundsätzlich schwingt eine grössere Masse, ( Rotor und Befestigung mit Lagern ), an einer federnden Konstruktion, ( Mast und Lagerung ), langsamer und mit niedrigerer Frequenz.
Eine grössere Anzahl an Blättern, hat bei gleicher Drehzahl auch eine höhere " Anregungsfrequenz " zum taumeln oder schwanken.
Beide Maßnahmen würden die Schwingfrequenz und die Anregungsfrequenzen weiter auseinander bringen.

Bei Ansicht des letzten Bildes mit dem gelben und roten Streifen, habe ich in den oberen Mastfeldern keine schrägen Streben gesehen.
Wenn das so ist, kann die obere Haltekonstruktion mit den Lagern, da sie 4 eckige Felder hat, sich leicht verwinden und aufschaukeln.
Möglicherweise ist das die Schwachstelle !

Ich kann mir gut vorstellen das das alles sehr groß und nicht mal so eben zu händeln ist.
Viel Erfolg für die Blattproducktion.

Gruß Aloys.
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Di 13. Mai 2014, 17:30

Hallo Aloys

Glaube ich auch... da ist schon eine Digonale als Stahlseil die verhindert aber nur das durchbiegen der untern Haltearme.
Es fängt genau wie Du sagst oben in der Mitte an. das muss ich unbedingt besser machen... habe heute die Flügel abgebaut werde mal Fotos morgen zeigen was die G Kräfte aus meiner Halterung gemacht haben :cry:
Flügel wiegen alle genau mit Halterung 24,1kg also an unterschiedlichem Gewicht kann es also nicht gelegen haben.

Lg udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon herbk » Mi 14. Mai 2014, 08:56

Guten Morgen Udo,
wenn Du in deine Kunststoffflügel ein Traggerüst aus Alurohren baust, ist Kohlefaser als Außenhaut verschwendetes Geld, weil die Außenhaut in dem Fall ja nur wenig zu tragen hat.
Wenn Du Polystyrolschaum als Kernmaterial verwendest ist Kohlefaser als Außenhaut verschwendetes Geld, weil die Eigenschaften von PS Schaum der Kohlefaser "nicht gewachsen" ist.
Wenn Du nicht die Möglichkeit hast die Flügel zu tempern ist Kohlefaser als Außenhaut verschwendetes Geld, weil das Harz ohne Tempern nicht die Festigkeit erreicht die nötig ist um die Eigenschaften der Kohlefaser auszunutzen.
Wenn Du ein Epoxydharz verwendest das nicht getempert werden muss, ist Kohlefaser als Außenhaut verschwendetes Geld, weil solche Harze nicht die Festigkeit erreichen (ich kenne zumindest keine) die nötig ist um die Eigenschaften der Kohlefaser auszunutzen.

Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen müßen sauber durchkonstruiert und alle verwendeten Materialen aufeinander abgestimmt sein, sonst machst Du Dir mehr Probleme als Du sie jetzt hast.
So wird es Dir ohne einiges an Erfahrung bei der GFK-Verarbeitung z.B. nicht gelingen gleich schwere Flügel herzustellen, weil das Harz ja manuell eingebracht werden muss und das nicht zwangsweise überall gleich erfolgt.

Ich will Dir aber die Herstellung von GFK Flügeln nicht ausreden... das sollen nur Hinweise sein dass es dabei viel mehr zu beachten gibt als bei der Verwendung von Alu oder anderen Metallen.
Wo Alu sich unter Überlastung verbiegt, bricht GFK - und zwar vollständig (wenn man kein "Sicherungsmateial" wie Kevlar eingebaut hat). Auch wenn ein GFK-Flügel leichter ist als ein Aluflügel - bricht ein Flügel fliegt ein immer noch ein unter Umständen kiloschweres Teil durch die Gegend.
EIn 500g schweres Teil, dass mit 110km/h durch die Gegend fliegt, hat mit 225Joule immerhin etwa die doppelte Energie eines Geschosses aus einem Kk-Gewehr :!:
Gruß Herbert
herbk
 
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Famzim » Mi 14. Mai 2014, 12:58

Hallo

Ich habe noch mal die Bilder auf den Seiten 16 und 17 angesehen, wo die meisten Schrauben noch fehlen.
Aufgefallen ist das die beiden Lager ziemlich dicht übereinander sind.
Sie sind an einer Konstroktion aus Winkeleisen und doppel T Trägern angebracht.
Keine dieser Teile gehen von der Lagerstelle direkt zu einem sekrechten Mastteil sondern immer auf einen quer liegenden Träger.
Es sind keine Dreiecke in dieser Konstruktion, daher können die graden Teile sich biegen.
Das obere Lager müste zu mindest wie auf einer Pyramite erhöht direkt zu den 4 Senkrechten abgestrebt sein.

Zusätzlich kann das schwanken der Hauptwelle den Abstand mit dem großen Keilriemenrad zum Generator verändern.
Das fürt dann zum durchrutschen ( da hatte ich auch schon was gelesen), des Keilriemens bei Entlastung.
Das ist dann wieder im Rütmuß mit dem Mast, und kann dadurch noch das schwanken verstärken.
Ich denke die Halterung der Lager ist nicht obtimal und das Haubtproblem.
Möglich wäre eine verlängerung der Welle nach unten bis zur nächsten Querstrebe am Mast.
( Dünnes Rohr wie nach oben auch ).

Gruß Aloys.
Famzim
 
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Mi 14. Mai 2014, 18:35

Hallo Alyos und Herbert

Auf Seite 17 war noch die alte Lagerung, jetzt ist ja noch mal ein 100 Rillen Lager 30 cm da drüber.
Was du auf Seite 17 oben siehst ist ist das Mittellager mit dem 60mm Kegellager.
Die unter Platte ist aus 50mm Stahl wo das Kugellager herausgefräst worden ist aus einen Stück..und dann schiebt sich die obere Welle als Glocke darüber und geht dann mit der Antiebswelle von 60mm durch und wurde unten auf 40mm abgedreht. was du da jetzt oben siehst ist alles Massiv,da bewegt sich nichts
mehr.
Alles ist verschweißt und wo die kleinen Schrauben waren sind jetzt überall M10 Maschienenschrauben verbaut.
Der Schlupf hatte ich wenn ich 1:8 übersetze habe dann war die Umschlingung zu wenig das heißt das die Scheibe nur noch vielleicht ein sechstel umschlungen wurde das reicht dann nicht und er rutscht drüber wenn die Last zu hoch ist.. habe es mit einem gerillten Zahnriehmen versucht das ging gut aber er hat gesungen und zwar Lieder die keiner hören möchte ( Kübelböck ) :lol:
Mit der 1:6 ist die Übersetzung eigentlich am besten ,eher noch 1:4 aber dann nur mit den neuen Flügeln.
Ich muss sehen das ich das Mittelteil des Rotors Starr bekomme das das Wippen und das Aufschaukel weg geht , meine Überlegung wäre die, das ich oben und unten auf der Tragkonstruktion ein starres Dreieck einbaue aus Profilen und das dann nach unten starr verstrebe.

Du hast recht Herbert.. Carbon ist Quatsch!!! habe mich heute mit der Technik unterhalten werde die Flügel aus PSE machen und 2 Alurohre als Verstärkung einbauen die habe ich heute mal gewogen 2 Stück wiegen auf 4000mm Länge 5Kg, alles zusammen mit Halterung sind das dann 11,5kg das ist über die Hälfte weniger als der alte Flügel.
Aero 160g Glasfaser Luftfahrteignung 2 x Diagonal auf der Innenseite des Flügels,aussen nur eine Lage und das alles mit Luftfahrtharz Epox. verharzen.. Tempern geht nach Trocknung Herbert du kannst das in eine schwarze Dachunterspannban einwickeln und in die Sonne legen da hast Du schnell 70 Grad. ;)

Du hast aber recht, so einfach geht das nicht mal so einfach Gewebe einschmieren und dann hart werden lassen..
Aber ich denke mal als Maler und Autolackierer Meister kann ich mit solchen Sachen ganz gut:-)
Carbon hätte ich ja nur bei einer Form gemacht und Vakumiert, dann hast du schon genau die richtige Menge und Gewicht, das kann man ja mal machen wenn der Rotor richtig gut ab geht, dann sind da ja noch paar kg zu holen, ist hat nur die Frage ob sich das lohnt den Aufwand zu betreiben..?? habe schon 50cm Flügel heute mal verklebt:-)

Lg Udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Do 15. Mai 2014, 17:14

20140513_151445.jpg
20140513_151445.jpg (263.25 KiB) 5573-mal betrachtet
Hallo Herbert

Habe mal paar Fotos gemacht Tragkonstruktion mal von oben, neue Flügel aus PSE und Flügelhalterung aus hoch festem Alu wie DU gesagt hast ;)
Dateianhänge
20140515_174740.jpg
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon herbk » Fr 16. Mai 2014, 08:18

Guten Morgen Udo,
das geht bei Dir immer gleich vorwärts.... mir geht zur Zeit immer die Zeit aus....

Sieht ja erst mal schon wieder recht gut aus - zwei Anmerkungen hab ich aber noch:
Denk an das Verschweißen der Alurippen mit dem Rohr. An den Flügeln treten ganz schön hohe Torsionskräfte auf, welche mit sehr langen Hebeln auf die Verbindung Rohr/Rippe wirken. Klebst Du diese Verbindung, bräuchtest Du einen Kleber der sehr hohe Scherkräfte aufnehmen kann weil ja auch die Klebefläche sehr klein ist - und ich kenn' keinen der da wirklich gut ist.
Wenn Du wegen der Montage der einzelnen Segmente lieber kleben möchtest, dann schweiße an die Rippen ein paar cm Rohr mit dem Innendurchmesser deines "Tragrohres" damit Du mehr Klebefläche hast.

Unter die Schrauben des Anschlussflansches gehören mindestens Unterlegscheiben, besser eine min. 3mm dicke Verstärkungsplatte.
Eine solche Schraubverbindung "trägt" über die Fläche die kraftschlüssig zusammengepresst wird, also muss die durch die Schraube aufgebrachte Kraft auf eine möglichst große Fläche verteilt werden. Macht man dies nicht, überlastet man das Material unter der Schraube und es Arbeitet sich ein.
Das angehängte Bild zeigt schematisch wie sich die durch die Schraube aufgebrachte Kraft im Material verteilt - wie genau ist natürlich abhängig vom Material und dessen Dicke....

Ach ja, noch was: nach meiner Erfahrung montierst Du die Flügel mit der falschen Seite nach außen... ;)
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schraube.jpg
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Gruß Herbert
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Fr 16. Mai 2014, 16:13

Hallo Herbert

Habe Unterlegscheiben eingelegt habe sogar noch ein Gewinde in jedes Loch zusätzlich gedreht..
Wie ich habe die Flügel falsch rum die Wölbung gehört doch nach außen ????????????????

habe einen heute Nachmittag schon einen verklebt :-(
Dateianhänge
20140516_164930.jpg
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » Fr 16. Mai 2014, 16:23

Die Wölbung (Auftriebsseite) gehört nach meiner Meinung normalerweise nach innen beim Darrieus.


Grüsse

Bernd
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