Ropatec Eigenbau

Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon herbk » So 18. Jan 2015, 12:49

Hi Ekofun,
ich denke da sind wir uns alle einig, dass es die beste Lösung währe einen getriebelosen Geni an den Rotor anzupassen. Aber die Diskusion darüber zeigt auch auf warum das so ist... ;) :)

Folgeproblem beim angepassten Geni ist dann halt wieder, dass man einen Wechselrichter finden muss der zum Geni passt.
Gruß Herbert
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » So 18. Jan 2015, 13:30

ich denke da sind wir uns alle einig, dass es die beste Lösung währe einen getriebelosen Geni an den Rotor anzupassen

Wirklich alle Herbert? :)
Auf jeden Fall wäre es die teuerste Lösung. Ob es auch "die beste" Lösung wäre kommt auf die persönliche Definition von "beste" an.
Wenn der Preis und der Bauaufwand wirklich überhaupt gar keine Rolle spielen, dann würde ich Dir zustimmen.

wäre doch vieleicht besser ein Geni einsezen der keine Getriebe braucht?"

Hallo Ekofun, hatten wir das nicht schon mal ? :D

Ich finde man sollte grundsätzlich erstmal alle Wege ausloten sollte anstatt sich von vornherein auf nur eine Lösungsmöglichkeit zu versteifen.
Derzeit wurden ja noch gar keine Preise genannt.
Udo braucht halt aktuell eine sauber arbeitende Übersetzung denn die derzeitige Keilriemenlösung ist nicht gerade ideal wie es scheint.

Bedenken musst du auch Ekfoun das Udo durch Einsatz so einer Zahnriemenübersetzung überhaupt keinen(!) neuen und verschwenderisch teuren
direkt angetriebenen Generator bezahlen müsste. Außerdem kann man so eine Übersetzung später noch relativ leicht abändern
und kann sich dadurch drehzahlflexibel neuen Gegebenheiten anpassen, was mit einem direkt getriebenen Generator im Nachhinein nicht mehr möglich ist.
Jeder muss für sich selbst entscheiden was er selbst für sich persönlich als richtig oder "das beste" empfindet.

Ein sau teurer direkt angetriebener Generator mit kiloweise teuren Neodymmagneten muss keineswegs immer "DIE" einzige oder gar "die beste" Lösung sein.

Aber das hatten wir ja alles schon mal. :)


Grüsse

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Ekofun » So 18. Jan 2015, 15:21

Es war nur eine Frage,und ist nicht einzige Möglichkeit,es gibt viele.Durch diese teuere Rimenbeispiele habe so eine Frage geschrieben.

Als Vergleich eine Nokenwelleriemen kostet hier um ca 30 biss 40 Euro,je nach Wagentyp,teuersten sind für Mercedes.

Grüße

Ekofun
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » So 18. Jan 2015, 17:54

Ich habe mal ein Foto meiner beiden größten Plantengetriebe rausgekramt.
Von den technischen Daten sind sie in etwa gleich, stammen aber von unterschiedlichen Herstellern.
Das rechte ist von Alpha und das linke glaube ich von Neugart, weiß ich aber nicht mehr genau und müsste nachgucken.

Angedacht hatte ich sie mal für einen ähnlichen Einsatzzweck unter einem Vertikalwindrad um die Rotordrehzahl vor dem Generator hoch zu setzen.
Beiden haben 1:3 Übersetzung.
Zumindest im Neuzustand, indem sie sich ja noch befinden, sind sie sehr schwergängig.
Ich nehme aber an das sie sich noch einlaufen und dann wesentlich leichtgängiger laufen.
Übertragungsmoment an der "dicken" Welle müssten um die 1000 bis 2000 Nm sein. Das müsste ich nochmal genauer nachgucken.
Großer Wellendurchmesser jeweils ca. 60mm. (Auch das müsste ich noch mal messen)
Gewicht jeweils um die 30kg.

Für einen großen Widerstandsläufer ist die 1:3 Übersetzung als einzige Übersetzungsstufe zu gering, für einen großen Auftriebsläufer aber evtl. genau passend.
Unabhängig vom aktuellen Thema hat ja vielleicht auch ein anderer Windradbauer interesse an den guten Teilen.
Neupreis glaube ich um die 2000 Euro/Stück.
Das Alpha hat starke "Kratzer" am Gehäuse.
Solche Granaten wird man nur sehr selten bezahlbar finden, noch seltener in diesem bisher unverbauten Neuzustand.

Ich würde sie "für einen guten Zweck" günstig verkaufen.

Bild


Grüsse

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » So 18. Jan 2015, 19:04

Hallo Bernd
Das ist aber mal eine Ansage 2000 Euro :o und die sind ja richtig Riesige!!! Wo hast Du die denn her? Die Welle die man sieht kommt die an den Rotor und au der anderen Seite ist das die Seite die auf den Géni kommt?
Das hätte ich aber nicht gedacht das die so teuer sind, dann wird dagegen der Zahnriemen aber bestimmt ein Schnäppchen:-)
Ich glaube ich werde dem Rat von Herbert erst mal folgen den Rotor zu verbessern und dann sehen wie schnell der ist, vielleicht auch noch den Durchmesser etwas verkleinern auf 3,5m..
In den nächsten Wochen werde ich mal damit anfangen den Rotor abzubauen und die Achse erst mal erneuern und 100% ausrichtig, dann die Flügel neu und stärker auslegen das sie viel höhere Drehzahlen unbeschadet aufnehmen können. Dann ist die Bremse dran die unabhängig vom Geni sein muss die die ich habe wollte ich noch etwas verbessern und so gestalten das ich sie Elektronisch zufahren kann mittels Windmesser.


Lg udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » So 18. Jan 2015, 19:23

Hallo Udo,

und die sind ja richtig Riesige!!

Dein Windrad ist ja auch riesig. :)

Den ehemaligen Kaufpreis der Getriebe nannte ich aus der Erinnerung.
Vielleicht sind es auch nur 1500 Euro, vielleicht aber auch 2300/Stück oder noch mehr.
Die grobe Richtung müsste aber so einigermaßen stimmen denn hochwertige Planetengetriebe die in der Industrie täglich "ihren Mann" stehen müssen sind sehr teuer.
Selbst "Winzlinge" kosten da schnell ein paar hundert Euro.

Ersteigert habe ich sie einzeln vor längeren über Ebay.
Der Versand war aufgrund des Gewichtes ein echtes Problem.

dann wird dagegen der Zahnriemen aber bestimmt ein Schnäppchen:-)

Der Zahnriemen alleine vielleicht. ;)
Eine komplette Zahnriemengetriebelösung würde sicher weit mehr kosten als meine Preisvorstellung für so ein Plantengetriebe von mir.
Falls du so eines mal zum Einsatz bringen könntest würden wir uns über ein weitaus(!) geringeren Preis als den
ehemaligen Neupreis sicher einig werden.

Die dicke nach oben zeigende ca. 60mm Achse wäre die die man mit dem Rotor koppeln müsste.
Unterhalb des Getriebes befindet sich versenkt die Abtriebswelle bzw. Buchse in die (glaube ich, müsste genau nachgucken) eine 32mm Welle rein passt.
Entsprechende Adapter müsste man dann wohl anfertigen.


Grüsse

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon herbk » So 18. Jan 2015, 22:57

Hi Bernd,
wenn man noch für ein paar Jahre die Wartungskosten für Getriebe einrechnet verändert sich das mit den Kosten wieder etwas... (Ich hab' mal gehört, dass die meisten Ausfälle von großen Windkraftanlagen durch "wegen mangelnder Wartung streikender Getriebe" verursacht werden. ;) )

Für den ATP15 20/80 Antrieb habe ich ein Angebot angefordert, damit wir mal eine Hausnummer haben.
Gruß Herbert
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Bernd » So 18. Jan 2015, 23:30

Also an den abgebildeten Planetengetrieben kann man vermutlich nicht viel warten.
Beide haben, wenn ich das richtig erinnere, eine nicht zum wechseln gedachte Lebensdauerfüllung mit Schmiermittel.
Da kann man nur "warten" bis sie irgendwann mal verschlissen sind aber ich glaube das dauert ne Weile zumal man
deren Leistungsvermögen vermutlich nicht mal annähernd ausnutzt.

Eins muss man aber auch noch bedenken, es könnte sein das die Plantengetriebe mehr Geräusche verursachen als
eine Zahnriemenlösung. Testen konnte ich das aber noch nicht.

Was die "Zahnflankenerossion" an großen Windradgetrieben angeht da habe ich vor ner Weile auch eine Information von jemanden
bekommen der es wissen müsste (einer von so einem Wartungsteam für Großwindanlagen hier in unserer Ecke).
Damit soll es zu Beginn der Großwindräder durch die dort auftretenden extremen Drehmomente insbesondere
an den ersten Getriebestufen riesige Probleme gegeben haben. Viele Getriebe gingen kaputt, manchmal relativ schnell und viele
mussten sie austauschen. Gab wohl viel Ärger mit Betreibern und auch Pleiten.
Ging wohl hauptsächlich auch um einen bestimmten Hersteller.
Angeblich wäre das aber mittlerweile bei nachfolgenden Modellen nach seiner Erfahrung kein Problem mehr. Obs stimmt weiß ich nicht.
Gab auch mal einen Bericht darüber im TV. Mein Bauernkumpel besitzt jedenfalls zwei ohne Getriebe von Enercon.
Allerdings waren die auch ganz erheblich teurer aber er scheint das Geld dafür ja zu haben. :)

Die Bauteile eines Zahnriemenantriebs halten allerdings auch nicht ewig... nichts hält ewig.


Grüsse

Bernd
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon OPTI-Maler » Mo 19. Jan 2015, 17:41

Hallo Bernd

Ich denke auch das wir uns einig werden, was mich nur etwas stört ist die 1:3 Übersetzung, wenn ich den Rotor unbebaut habe und ich die Drehzahl erhöhen kann ist das bestimmt eine bessere Option als die Zahnriemen.
Dann müsste der Rotor aber mehr als 160U machen können sonst ist das Quatsch.

Habe jetzt nochmal 1:4 übersetzt um zu sehen was da jetzt geht beim Letzten mal war ja das Schwungrad locker so das das Ergebnis nicht Korrekt war.

Lg Udo
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Re: Ropatec Eigenbau

Beitragvon Ekofun » Mo 19. Jan 2015, 18:06

Hallo Udo,

denke das 1:3 Ü gut ist wenn Dein neue Rotor 2m D hat.TSR haben wir schon gefunden,sie ist 3.

Dann bei Wind:

3m/s = 85 U/min........Geni = 85 * 3 = 257 U/min
5m/s = 143 " " ........ " = 143 * 3 =429 " " "
7m/s = 200 " " ........ " = 200 * 3 =600 U/min

Denke das Du genug Drehzahlen haben wirdst,oder?

Grüße

Ekofun
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