Natuerlich kommt es darauf an, was wir an einer geschlossenen Flaeche berechnen.
Ist es der energetische Inhalt des Windes oder ist es der Widerstand, den diese Flaeche dem Wind
entgegensetzt, z.B. der cw Wert
Um das ganze mal etwas durchischtiger zu gestalten, es geht darum welche Kräfte auf einen Masten
wirken auf dem ein Windrad montiert ist. Es geht also darum wie stark dieser Masten "verbogen und belastet"
wird und welche Kräfte er an seiner Spitze aufnehmen muss.
Ich bin der festen Überzeugung das eine riesige Holzplatte, in ihrer Grösse entsprechend
der Rotorfläche, die so im Wind hängt das der Wind im 90 Grad Winkel auftritt, dem Masten weitaus
grössere Belastungen bescheren würde als ein mehr oder minder luftdurchlässiger Rotor, völlig egal ob
dieser dreht oder steht. Wie sollte sonst bitte ein 3MW Windrad, das eine Rotorfläche wie ein Fußballfeld hat,
Rotorurchmesser 80m, auf einem abspannungsfreien(!!) 70m hohen, im Verhältnis spargeldünnen Masten
von (am dicken Fußende) 5,5m Durchmesser, funktionieren ?? Wenn wir so rechnen wie du Carl es für
notwendig erachtest, müsste der Masten vermutlich 30 oder 50m dick sein, wenn das überhaupt reichen würde.
Man kann alles übertreiben oder sagen wir "zu gut meinen" Carl, auch die Dimensionierung/Auslegung von
Rotor oder Masten.
Die auftretenden Torossionskräfte durch die Abstützung des Generators am Masten kann man sich ja relativ
leicht ausrechnen und mit einbeziehen. Ohne zu rechnen würde ich sagen das diese seIbst ein dünner
Masten locker aufnehmen sollte denn sie sind nicht so riesig. Ich glaube man sollte nicht übertriebene Angst
vor dem Bau, der Auslegung und der Aufstellung eines Windrades entwicklen sonst macht das alles keinen Spass mehr !!
Gut gemeinte Ratschläge sind sicher hilfreich, und auch wichtig, aber man kann auch eine Angstneurose vor dem
eigenen Vorhaben entwicklen die den interessierten Bastler handlungsunfähig macht. Wenn man immer und ständig
den warnenden Zeigefinger schwinkt, dann verliert jeder die Lust, mich eingeschlossen. Wenn man für ein sagen
wir 2m² Rotor einen Masten von vielleicht 3m Durchmesser ausrechnet, dann mag das Ding zwar jedem erdenklichen
Sturm trotzen, aber das bringt einen nur zur der Erkenntnis das die Aufstellung eines Windrades nicht nur finanziell
völlig unsinnig und wenn man weniger proportioniert, ein lebensgefährliches Wagnis wäre. Ganz so ist es sicher nicht.
Ich muss da Peter zustimmen, wir sollten darüber reden wie man etwas sturmfest bekommt, und nicht darüber
das es eigentlich unmöglich wäre. Klar kann man alles pauschal zig fach überdimensionieren, aber macht das wirklich Sinn ?
Wer kann sich das leisten ? Schon mit der Annahme der "geschlossenen Fläche" für die Lastberechnung hätte man nach meiner
Überzeugung ganz sicher den Masten überdimensioniert und einiges an sehr wahrscheinlich unnötiger Sicherheitsreserve
mit einkalkuliert. Beweiss mir das Gegenteil.
Grüsse
Bern