Meine Versuchsanlage

Meine Versuchsanlage

Beitragvon bernhard8 » So 10. Jan 2010, 18:17

Mein Name ist Bernhard Raab, ich komme aus Hofkirchen im Mühlkreis (Oberösterreich). In den letzten Tagen und Wochen haben mein Vater und ich gemeinsam ein Windrad mit 1m Durchmesser aufgebaut. Seit gestern läufts nun endlich. Ab jetzt gehts um die Beobachtung, Datenaufzeichnung und Regelung.

Ich möchte in erster Linie momentan nur Messungen durchführen und Erfahrung mit dem Thema sammeln. Ich habe alle meine bisherigen Erfahrungen zum Projekt auf meiner Projektseite hier dokumentiert: http://www.scheisstechnik.at/windrad/.

Ganz stolz bin ich auf die online-Datenaufzeichnung: http://www.scheisstechnik.at/windrad/rrd.pl.

Bild

Falls jemand Ideen und Verbesserungsvorschläge hat, würde ich gerne darüber diskutieren.
http://www.bernhard-raab.info/windrad
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Re: Meine Versuchsanlage

Beitragvon CAD&Co » So 10. Jan 2010, 18:30

Toll, Datenerfassung der Windkraft live im Netz!

Da fehlen nur noch die Messdaten eines Windgeschwindigkeitsmessgerätes.
Dann könntest Du den Reality-Windkanal für verschiedene Winradtypen aufmachen...

Gefällt mir sehr gut.

Gruß

Norbert
der mit dem CAD konstruiert...
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Re: Meine Versuchsanlage

Beitragvon Bernd » So 10. Jan 2010, 19:03

Hallo Bernhard und herzlich willkommen hier in unserem Forum.

Ich bin wirklich beeindruckt, deine Auswertung und grafische Livedarstellung sind wunderbar !
Sowas hätte sicher jeder gerne, mich eingeschlossen. :)

Von deinem Rotor besitze ich auch 2, beide vor kurzen ersteigert.
Eigentlich war ich enttäuscht als er ankam weil die gute, aerodaynamisch verwundene Form für eine Nutzung
ausschliesslich als Propeller ausgelegt ist. Übrigens wird genau diese Sorte Propeller (vermutlich genau dieser
Hersteller) in kleinen Renn-Hoovercrafts eingesetzt. :)
Ich sehe jetzt das der Propeller auch als Repeller funktioniert. Sicher nicht ideal aber ausreichend.
ich bin auf weitere Berichte von Dir gespannt.

Grüsse

Bernd
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Re: Meine Versuchsanlage

Beitragvon bernhard8 » So 10. Jan 2010, 20:29

Danke für's Lob, zur Auswertung kann ich gerne Tipps geben. Voraussetzung dafür ist aber ein µController mit Ethernet Schnittstelle. Meiner hat immerhin 250 Euro gekostet.

Mit den Repellern selbst hab ich überhaupt keine Erfahrung. Falls jemand hier bessere Ideen hat wäre ich wirklich dankbar! Bei ebay gibts zb. gerade wieder folgende:
http://cgi.ebay.at/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=280448558471 (2-Blatt)
http://cgi.ebay.at/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=280448571660 (3-Blatt)

Habe aber keine Ahnung wie gut oder schlecht solche Dinger geeignet sind.
Ich hätte jedenfalls vor in ein paar Monaten den Repeller-Durchmesser zu erhöhen falls es Sinn macht.
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Re: Meine Versuchsanlage

Beitragvon bernhard8 » So 10. Jan 2010, 21:29

Die Windgeschwindigkeit würde ich auch gerne wissen. Weiss jemand eine Bezugsquelle für ein Anemometer das ich verwenden könnte? Es müsste ein Gerät sein dass zb. eine Spannung oder Frequenz in Abhängigkeit der Windgeschwindigkeit ausgibt.
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Re: Meine Versuchsanlage

Beitragvon jb79 » So 10. Jan 2010, 22:08

Es gibt im Netz ein paar Bauanleitungen, wo man ein kleines Kreuz aus Holzstäbchen macht, an jedes der 4 Enden kommt ein halbierter Tischtennisball und an die Achse ein Magnet den man dann mit einem Reed-Sensor ausließt. Reed-Sensor und Magnet ist bei jedem Fahrradcomputer dabei, am besten einen billigst beim Ebay Chinesen besorgen => z.B. den hier, viel günstiger gehts kaum an nen Reed Sensor und nen passenden Magneten zu kommen, der noch dazu vergossen ist und damit outdoor einsetzbar ist.

Eine Bauanleitung für das Ganze findest du z.B. hier: http://www.wuerttemberg.vcp.de/uploads/ ... tation.pdf
lg Jürgen
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Re: Meine Versuchsanlage

Beitragvon Harzer » Mo 11. Jan 2010, 18:28

Hallo Bernhard,
Willkommen,
die beiden Ebay Angebote sind ohne Aussage!

Der Rotor ist geeignet für 100 - 1000 W


Ja aber bei welcher Windgeschwindigkeit......
denn welche Leistung erzieht wird bestimmt immer noch der Wind ;)
und frag doch einfach mal den Verkäufer nach Schnelllaufzahl usw.

Was willst du eigentlich mit dem erzeugten Strom machen?
Darauf kommt es auch mit an.
Ich glaube auf deiner Seite hast du davon nichts geschrieben( oder ich habe es überlesen).
Hast du einmal das Anlaufmoment des Gen bestimmt, d.h. bei welcher Kraft beginnt er sich zu drehen?
Das ist sehr wichtig damit die Anlage schon bei geringer Windgeschwindigkeit zu arbeiten beginnt.
Das ist praktisch der Startpunkt der Rechnerei. Wenn du nun die Schnellaufzahl kennst (Verhältnis Windgeschwindigkeit zur Umfangsgeschwindikeit des Rotor) dann ist etwa klar wann dein Gen genügent Spannung erzeugt um z.B. eine 12V Batterie zu laden oder einen Einspeisewechselrichter zu bedienen.
Das antreiben mit einer Drehbank bringt gute Meßwerte aber es sagt nichts über dessen Einsatz bei einer WKA aus.

Für meine Zwecke sollte das auf jeden Fall reichen. 300 Watt bei 700 Umdrehungen pro Minute sollten möglich sein.


Um das mal einfach zu erklären. 700U/min ist schon recht viel und du brauchst einen Rotor mit hoher Schnelllaufzahl aber diese Repeller sind schwach im Anlauf und wenn der Gen schwer andreht benötigst du wirklich viel Wind bevor es losgeht.
Ich habe mal mit Repellern vom Air-X rumprobiert (an einem 250W Scootermotor) und die haben dann bei etwa 7m/s Wind den Rotor drehen können. Allerdings mit 1,6m Durchmesser. :cry:
Lichtjahre besser waren dann die Rohrflügel von Menelaos. Aber alles nur mit Getriebe wegen dem späten Ladebegin.
Auch wenn das alles sehr schwierig klingt so ist es doch sehr interessant und du wirst sehen das es im Verhältnis zur Photovoltaik sehr umfangreich ist. :D :) ;)

http://www.myvideo.de/Community/Mitglie ... er=4106709
Gruß Lutz
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Re: Meine Versuchsanlage

Beitragvon bernhard8 » Mo 11. Jan 2010, 20:00

Danke für die Hinweise. Ich habe leider über meinen Repeller keinerlei Informationen erhalten.
Ich möchte in den nächsten Wochen selbst rausfinden wie sich das ganze verhält.

Leider habe ich auch keinen Windmesser damit ich Werte vergleichen kann. Daran werde ich auch in den nächsten Wochen arbeiten. Habe schon gesehen dass dies wichtig ist um Vergleiche zu anderen Anlagen herstellen zu können.

Vom Gefühl her läuft mein Repeller schon ganz gut an. Wir haben leider momentan überhaupt keinen Wind, gestern wars eigentlich auch nur ein "Lüfterl". Da kam ich dann so auf 50-150 U/min lt. meiner Messung (welcher ich noch nicht 100%ig vertraue, Spannung war < 15V).

Meine Ladeschaltung ist dzt. auch noch ein Witz. Ich hab das nur ganz simpel mit 2 Transistoren gelöst (linear geregelt). Hier möchte ich eine PWM Schaltung bauen die vielleicht so ab 6-10V zu laden beginnt. Vorher hat das Rad auch zuwenig Kraft finde ich.
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Re: Meine Versuchsanlage

Beitragvon Bernd » Fr 15. Jan 2010, 18:50

Berndhard kannst du noch etwas zu dem Generator sagen den du verwendest ?
So wie ich es verstanden habe ich es ein grosser Servomotor.
Ich hatte mich auch schon mal für die Dinger interessiert und kann zumindest
einige Siemens Bezeichnungen entschlüsseln.
Habt ihr einen Adapter gedreht um den Propeller auf der Welle befestigen zu können ?

Ein Anemometer ist tatsächlich quasi Pflicht um überhaupt Angaben machen zu können.

Grüsse

Bernd
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Re: Meine Versuchsanlage

Beitragvon bernhard8 » Fr 15. Jan 2010, 21:02

Hallo Bernd,

ich hab den Generator bei Ebay ersteigert. Leider habe ich überhaupt keine Angaben dafür auftreiben können. Ich habe alle Daten der Ebay Auktion im Anhang. Die Angaben zu den Spannungen waren wirklich ziemlich ident mit meinen Messungen.
Die Tabelle mit den Messungen sind auf meiner Seite zu finden: http://www.scheisstechnik.at/windrad/

Am Gerät selbst steht überhaupt nichts. Nur SIEMENS.

Ich glaube nicht dass es ein Servomotor ist da nur die 3 Phasen als Anschlüsse und 2 Anschlüsse an einen Widerstand (angeblich zur thermischen Überwachung, ich habe 80 Ohm gemessen) ausgeführt sind. Von Phase zu Phase hab ich mit dem Ohmmeter 1,8 Ohm gemessen.

Der Generator lässt sich ohne Last total leicht drehen. Man spürt die Magneten praktisch kaum. Sobald man 2 Phasen kurzschliesst ist er mit der Hand kaum zu drehen. Dadurch gehe ich von einem ziemlich hohen Wirkungsgrad aus.

Bei meinen Versuchen habe ich bis zu 300 Watt an der Drehbank vom Generator elektrisch abgenommen. Der Generator wurde dabei nichtmal warm.

Leider weiss ich selbst nicht mehr darüber. Interessant wäre für mich selbst noch die Polzahl damit ich anhand der erzeugten Frequenz die exakte Drehzahl feststellen kann. Bei meinen Versuchen hatte ich noch keine Möglichkeit die Frequenz zu messen. Jetzt hängt das Ding am Mast und ich kanns nicht nachholen :-( -> typischer Fall von zuwenig Vorbereitungszeit!

Jedenfalls hab ich bei dem Gerät echt ein gutes Gefühl. Die 150 Euro ist er mir jedenfalls wert.

Ja, mein Vater hat einen Adapter an der Drehbank angefertigt. Mit diesem Flansch können wir nun beliebige Repeller montieren.

Ein Anemometer hab ich diese Woche bestellt. Das Ding gibt mir 0-5V proportional zur Windgeschwindigkeit aus. Ideal für mich um mit dem µController die Windgeschwindigkeit zu erfassen.

Falls jemand weitere Tipps punkto passendem Repeller für mich hat wäre ich jedenfalls dankbar. Im Endausbau peile ich 2-3m an in der Hoffnung auf eine nennenswerte Leistung zu kommen.

Leider geht bei uns seit einer Woche praktisch kein Wind. Ich habe mittlerweile einen riesen Akku angeschlossen damit ich den Eigenverbrauch von ca. einem Watt über zumindest eine Woche schaffe.

lG
Bernhard
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